Wie geht eigentlich Krankenhaus? (kartoniertes Buch)

Warum der Mensch mehr ist als nur ein Krankheitsbild: Ein Rundgang durch alle Bereiche des Klinikbetriebs - auf Visite mit einem angehenden Arzt
ISBN/EAN: 9783862656653
Sprache: Deutsch
Umfang: 400 S.
Format (T/L/B): 3 x 20.5 x 13.5 cm
Einband: kartoniertes Buch
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Darf ein Oberarzt im Eifer des Gefechts den Patienten auch mal härter rannehmen? Als Mensch mit vielen individuellen Baustellen stellt der schließlich eine medizinische Herausforderung dar und bietet großen Anreiz für wirtschaftliche Zwecke. Hat man es als Kranker selbst noch in der Hand? Eine Krankenhausstation kann je nach Fachrichtung alles sein: vom Himmel auf Erden bis hin zum Höllenszenario. Worin Vor- und Nachteile eines Krankenhausaufenthaltes liegen können, erzählt dieses Buch. Mit vielen lustigen und auch erschütternden Geschichten, die der Autor selbst erlebt hat, bringt er etwas Licht ins Dunkel des Krankenhauswesens. Denn viel zu wenige von uns wissen, was sich wirklich hinter den Kulissen abspielt. Ein Krankenhausbesuch kann schneller anstehen, als man glaubt. Ob als Patient oder Angehöriger, wirklich jeden kann es treffen. Nicht immer haben wir die Wahl, und meistens können wir nur darauf vertrauen, dass das Klinikpersonal, in dessen Hände wir uns begeben, auch das Richtige tut. Als Patient hat man kaum eine Chance, hinter die Kulissen des undurchsichtigen Klinikbetriebs zu schauen. So bleiben viele Fragen offen: Nach welchen Maßstäben wird über das Patientenwohl entschieden? Wer mischt alles im Klinikhaifischbecken mit? Wer hat auf der Station mehr zu sagen als der andere? Mit viel Unterhaltung und Tiefgang beantwortet der Autor die wichtigsten Fragen rund um das Thema Krankenhaus und berichtet von Erlebnissen mit Kollegen, Patienten und deren Angehörigen - manchmal auch mit Gänsehaut-Faktor für den Leser. Im Selbstexperiment begab sich der Autor auf gängige Stationen einer deutschen Klinik und gewann einen umfassenden Einblick in den Alltag von Ärzten, Klinikpersonal, Patienten und deren Angehörigen. Wohin führt uns die stete Verbesserung der medizinischen Möglichkeiten auf der einen und die stets im Vordergrund stehende Wirtschaftlichkeit der Kliniken auf der anderen Seite? Der Autor beleuchtet alle Facetten des Klinikalltags und liefert lustige, skurrile, aber auch schockierende Geschichten. Wenn sich zum Beispiel Assistenzärzte gegenseitig ein Bein stellen und der Chefarzt für den Studenten eine Lanze bricht, dann passieren oft sehr lustige Dinge. Leider aber auch Fehler, unter denen immer der unwissende Patient zu leiden hat. Wenn der Patient aber selbst oder gar Angehörige glauben, alles besser zu wissen, hört das Mitleid ganz schnell auf.
FELIX OTTO, geboren 1983 in Düsseldorf, kämpfte im Rudernationalteam um Weltmeistertitel, bevor er sich bis heute dem Studium der Humanmedizin widmete. Der Mensch und seine Materie haben es ihm einfach angetan. Die Komplexität der Psyche und des körperlichen Leistungsvermögens bilden für Otto ein Faszinosum. Seine Energie schöpft er aus dem Familienleben mit Frau und Kindern.
Am unangenehmsten von allen Anwesenden würde ich persönlich die Angehörigen ansehen. Diese sind manchmal derart fordernd und pseudo-besorgt um den Patienten, dass man sich eine streng reglementierte Besuchszeit zurückwünscht. Gerade die Ehefrauen älterer Herren können zur Endgegnerin werden. Jede Spritze, jeder Handgriff wird beäugt und kommentiert. Dabei sind selbst die Ehemänner zu grob geschätzt neunzig Prozent genervt von dem "Geschwafel" ihrer Frau. Und der Ehegatte kommt in der Regel auch nicht ungeschoren davon. Er bekommt klare Anweisung, wie er sich zu verhalten hat. Generell lobe ich eine gesunde Skepsis gegenüber der Behandlung. Aber sich in die Tätigkeiten des Personals einmischen zu wollen wirkt sich meist negativ aus. Man wird mit den abstrusesten Beschuldigungen konfrontiert und regelrecht bedroht. Alleine können die Personen mangels Fachwissen meistens nicht lange standhalten. Aber ist die Blödheit einmal in der Überzahl, dann gibt es kein Halten mehr. Felix Otto